Die passende Eigenschaft für die Kontextsensitive Objekterkennung finden

Prüfungen, die auf der "Kontextsensitiven Objekterkennung (Sifter)" basieren, lassen sich auf verschiedenen Wegen konfigurieren:

  1. Es gibt etwa 20 relativ einfache Varianten für bestimmte Anwendungsfälle - wenn diese bestimmten Anforderungen entsprechen, ist es am besten, mit einer solchen einfachen Variante zu beginnen.
  2. Es gibt eine Master-Version der Kontextsensitiven Objekterkennung, die so heißt, wie die Gruppe selbst „Kontextsensitive Objekterkennung (Sifter)“. Diese bietet eine hochflexible aber auch anspruchsvolle Herangehensweise, um eine Prüfung mit der Kontextsensitiven Objekterkennung einzurichten.
  3. Und nicht zuletzt gibt es die „Silhouettendefinition“-Eigenschaft, die sich nur im Kontext von Prüfungen zu Kontextsensitiven Objekterkennungen anwenden lässt: Eine solche Silhouetten-Eigenschaft ermöglicht es, Bereiche flexibel zu definieren - etwa die Fläche, die über den äußeren Rand aller Schnittlinien auf einer Seite definiert wird - um damit bestimmte Objekte zu entdecken.

Der Rest dieses Artikels gibt einen Überblick zu den verfügbaren Eigenschaften für die Kontextsensitive Objekterkennung, gefolgt von einem Beispiel, das zeigt, wie man mit der Eigenschaft „Objekt reicht in den Randbereich einer Silhouette“ eine Prüfung einrichten kann.

Wo die Eigenschaften zur "Kontextsensitiven Objekterkennung" zu finden sind

Wenn Sie eine neue Prüfung erstellen, schauen Sie unter „Gruppe“ nach „Kontextsensitive Objekterkennung“. Wenn Sie diesen Eintrag auswählen, erscheinen unter „Eigenschaft“ alle zur Gruppe „Kontextsensitive Objekterkennung“ gehörenden Eigenschaften.

Liste aller Sonderoptionen für die Kontextsensitive Objekterkennung

  • Nachbarschaft:
    • Objekt reicht in Randbereich einer Silhouette:
      Ermittelt, ob die Ausdehnung eines Grafikobjekts im Randbereich einer Silhouette endet.
    • Objekt reicht in Randbereich einer Silhouette:
      Ermittelt, ob die Ausdehnung eines Grafikobjekts im Randbereich einer Silhouette endet.
  • Oben vs. unten:
    • Objekt über anderem(n) Objekt(en):
      Ermittelt, ob ein Grafikobjekt sichtbar andere Grafikobjekte überlappt (wobei das andere Grafikobjekt einen niedrigere Z-Ordnung hat). Beschnitt wie auch das Verdecken durch andere Objekte werden berücksichtigt.
    • Objekt nicht über einem anderen Objekt:
      Ermittelt Grafikobjekte, die keine anderen Grafikobjekte auf der Seite sichtbar überlappen (wobei das andere Grafikobjekt einen niedrigere Z-Ordnung hat). Beschnitt wie auch das Verdecken durch andere Objekte werden berücksichtigt.
    • Objekt deckt anderes Objekt ab:
      Ermittelt, ob ein Grafikobjekt ein anderes Grafikobjekt sichtbar überdeckt (wobei das andere Grafikobjekt einen niedrigere Z-Ordnung hat). Beschnitt wie auch das Verdecken durch andere Objekte werden berücksichtigt. Abhängig von den anzuwendenden Überdrucken- und Transparenz-Eigenschaften kann das darunterliegende Objekt sichtbar sein oder nicht.
    • Objekt unter anderem Objekt:
      Ermittelt, ob ein Grafikobjekt sichtbar von einem anderen Grafikobjekt überlappt wird (wobei das andere Grafikobjekt einen höhere Z-Ordnung hat). Beschnitt wie auch das Verdecken durch andere Objekte werden berücksichtigt.
    • Objekt nicht unter einem anderen Objekt:
      Ermittelt Grafikobjekte, die von keinem anderen Grafikobjekt sichtbar überlappt werden (wobei das andere Grafikobjekt einen höhere Z-Ordnung hat). Beschnitt wie auch das Verdecken durch andere Objekte werden berücksichtigt.
    • Objekt abgedeckt durch anderes Objekt:
      Ermittelt, ob ein Grafikobjekt sichtbar von einem anderen Grafikobjekt abgedeckt wird (wobei das andere Grafikobjekt einen höhere Z-Ordnung hat). Beschnitt wie auch das Verdecken durch andere Objekte werden berücksichtigt. Abhängig von den anzuwendenden Überdrucken- und Transparenz-Eigenschaften kann das abgedeckte Objekt sichtbar sein oder nicht.
  • Innen vs. außen:
    • Objekt innerhalb anderem Objekt:
      Ermittelt, ob die Ausdehnung eines Grafikobjekts sichtbar vollständig innerhalb des Bereichs liegt, der von einem anderen Grafikobjekt belegt wird. Beschnitt wie auch das Verdecken durch andere Objekte werden berücksichtigt, wobei die Z-Ordnung nicht berücksichtigt wird.
    • Objekt innerhalb Silhouette:
      Ermittelt, ob die Ausdehnung eines Grafikobjekts sichtbar vollständig innerhalb des durch eine Silhouette definierten Bereiches liegt. Beschnitt wie auch das Verdecken durch andere Objekte werden berücksichtigt, wobei die Z-Ordnung nicht berücksichtigt wird.
    • Objekt außerhalb anderem Objekt:
      Ermittelt, ob die Ausdehnung eines Grafikobjekts sichtbar vollständig außerhalb des Bereichs liegt, der von einem anderen Grafikobjekt belegt wird. Beschnitt wie auch das Verdecken durch andere Objekte werden berücksichtigt, wobei die Z-Ordnung nicht berücksichtigt wird.
    • Objekt außerhalb Silhouette:
      Ermittelt, ob die Ausdehnung eines Grafikobjekts sichtbar vollständig außerhalb des durch eine Silhouette definierten Bereiches liegt. Beschnitt wie auch das Verdecken durch andere Objekte werden berücksichtigt, wobei die Z-Ordnung nicht berücksichtigt wird.
    • Objekt kreuzt anderes Objekt:
      Ermittelt, ob der Rand eines Grafikobjekts sichtbar den Rand eines anderen Grafikobjekts kreuzt. Beschnitt wie auch das Verdecken durch andere Objekte werden berücksichtigt, wobei die Z-Ordnung nicht berücksichtigt wird.
  • Sichtbar, teilweise sichtbar, unsichtbar
    • Objekt ist unsichtbar:
      Ermittelt die Sichtbarkeit eines Grafikobjektes. Ein Objekt kann durch Beschneiden (durch explizite Beschnittpfade oder durch CropBox und MediaBox) oder durch das Verdecken durch andere undurchsichtige Objekte unsichtbar sein.
    • Objekt ist sichtbar:
      Ermittelt die Sichtbarkeit eines Grafikobjektes. Ein Objekt kann durch Beschneiden (durch explizite Beschnittpfade oder durch CropBox und MediaBox) oder durch das Verdecken durch andere undurchsichtige Objekte unsichtbar sein.
    • Objekt ist teilweise verdeckt:
      Ermittelt, ob ein Teil eines Grafikobjektes durch ein anderes, undurchsichtiges Grafikobjekt verdeckt wird. Vollständig verdecke Grafikobjekte werden durch diese Eigenschaft nicht gefunden.
    • Objekt ist komplett verdeckt:
      Ermittelt die Sichtbarkeit (oder dessen Fehlen) eines Grafikobjektes durch Verdecken. Ein Objekt kann durch Beschneiden (durch explizite Beschnittpfade oder durch CropBox und MediaBox) oder durch das Verdecken durch andere undurchsichtige Objekte unsichtbar sein.
    • Objekt ist teilweise beschnitten:
      Ermittelt, ob ein Teil eines Grafikobjektes beschnitten ist (durch explizite Beschnittpfade oder durch CropBox und MediaBox). Vollständig beschnittene Grafikobjekte werden durch diese Eigenschaft nicht gefunden.
    • Objekt ist komplett beschnitten:
      Ermittelt die Sichtbarkeit (oder dessen Fehlen) eines Grafikobjektes durch Beschnitt. Ein Objekt kann durch Beschneiden (durch explizite Beschnittpfade oder durch CropBox und MediaBox) oder durch das Verdecken durch andere undurchsichtige Objekte unsichtbar sein.

 

Beispiel: Die Eigenschaft "Objekt reicht in den Randbereich einer Silhouette" konfigurieren

Öffnen Sie das Fenster für die Prüfungen über das Menü über „Werkzeuge; Prüfungen“. Sie erstellen eine neue Prüfung, indem Sie im Flyout-Menü rechts im Fenster „Prüfung erstellen…“ aufrufen. Im Dialog „Neue Prüfung“ beginnen Sie mit der Einrichtung einer Prüfung mit Kontextsensitiver Objekterkennung, um „Objekte zu nah an der Schnittlinie“ zu finden:

  1. Tragen sie einen passenden Namen für die Prüfung ein.
  2. Wählen Sie in „Gruppe“ den Eintrag „Kontextsensitive Objekterkennung“ aus.
  3. Dann wählen Sie in der Liste der Eigenschaften „Objekt reicht in Randbereich einer Silhouette“ aus und klicken auf die Schaltfläche „Hinzufügen“ rechts daneben.
  4. Unter den Listen für „Gruppe“ und „Eigenschaft“ erscheint eine Liste für die Einstellungsmöglichkeiten.
  1. Wählen sie eine Prüfung aus, die die Objekte findet, die für Sie interessant sind. In diesem Beispiel wollen wir nach Text suchen, der zu nah an der Schnittlinie liegt.
  2. Falls es noch keinen Eintrag für „ist Text“ gibt, verwenden Sie die „+“-Schaltfläche, im Popupmenü rechts, um die Liste der vorliegenden Prüfungen zu öffnen.
  3. Wählen Sie eine passende Prüfung im zweiten Popupmenü, die Linien in der Schmuckfarbe „Cutline“ findet. Falls es noch keine Prüfung dafür gibt, können Sie einfach über die „+“-Schaltfläche rechts neben dem Eintrag eine solche erstellen.
  4. Dann tragen Sie passende Werte für den Abstand des Textes zur Linie ein, die in der Schmuckfarbe „Cutline“ eingerichtet wurde. Da für jedes Objekt nur die Fläche berücksichtigt wird, die es tatsächlich bedeckt, gibt es nicht viel Fläche innerhalb der Linie (d.h. die Innenfläche hat im Wesentlichen nur eine Ausdehnung, die der Konturstärke entspricht), so dass der äußere Rand der Linie wichtiger ist: Geben Sie eine Zahl ein, die den Produktionsanforderungen entspricht.
  5. Stellen Sie die Maßeinheit für „Äußerer Randbereich“ und „Innerer Randbereich“ wie gewünscht ein. Unterstützt werden Millimeter (mm), Punkt (pt) und Zoll (in).

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