Metadaten für die Standardisierung verwenden

Die im vorangegangenen Artikel beschriebenen Herausforderungen haben die Ghent Workgroup dazu bewogen, einen neuen ISO Standard zu erarbeiten: (ISO 19593), „Processing Steps“ (Prozess-Schritte) genannt. Der vollständige, englische Name lautet „Use of PDF to associate processing steps and content data“. „Content Data“ bezieht sich hier auf die Design-Elemente selbst, also das, was gedruckt wird. „Processing Steps” bezieht sich auf zusätzliche, nicht-Design-bezogene Informationen, die im PDF-Dokument enthalten sind.

Wie funktioniert dieser Standard?

Der Gebrauch von Ebenen

Der PDF-Standard hat eine eingebaute Funktion namens „Optional Content Groups“ (OCDs). Diese werden üblicherweise als „Ebenen“ bezeichnet. Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass es einen wichtigen Unterschied zwischen Ebenen, die Sie vielleicht von Adobe Photoshop oder Adobe Illustrator kennen, gibt und den Optional Content Groups. In Design-Anwendungen beziehen sich Ebenen übelicherweise auf eine Stapelanordnung: die oberen Objekte befinden sich oberhalb der Objekte aller anderen Ebenen. Dies verhält sich bei den Optional Content Groups völlig anders: PDF-Dokumente können Optional Content Groups haben, die alle Bilder des Dokuments enthalten, unabhängig von ihrer Stapelreihenfolge. Und wenn man ein Element von einer Optional Content Group in eine andere verschiebt, verändert die das Aussehen des Dokuments nicht.

Diese Optional Content Groups werden benutzt, um alle Elemente eines Processing Steps zu erfassen. Alle Vektorelemente, die beispielsweise eine Stanzlinie formen, werden in einer Optional Content Group platziert. Diese Optional Content Groups habe einen Namen, der sich als unkomplizierte Kennung nutzen lässt.

Metadaten mit Ebenen verknüpfen

Aufgabenbereich Standardisierung, denn jeder würde seine eigenen Benennungsvarianten verwenden. Um dieses Problem zu lösen, setzt der Process-Steps-Standard auf Metadaten. Diese werden mit den Ebenen verknüpft und so für die direkte Kennung genutzt. Jede Ebene hat zwei Teile für die Verknüpfung von Metadaten, die für die Kennung geeignet sind:

  • Group: Kennzeichnet die Art des Processing Steps. Mögliche Gruppen sind „Structural“, „Dimensions“, „Braille“, „Legend“, „White“, „Varnish“ sowie „Positions“.
  • Type: Kennzeichnet den Typ eines Processing Steps in einer einzelnen Gruppe. In der Gruppe „Structural”, gibt es unter anderem die folgenden Typen: “Cutting”, “Creasing”, “Gluing”.

Schmuckfarben in Ebenen verwenden

Bei der Verwendung von Ebenen sowie Metadaten, die mit Ebenen verbunden sind, löst eine Standardisierung das Problem mit den Processing Steps Informationen. Jedoch müssen die Elemente, die sich in einer solchen Ebene befinden, auch eine Farbe haben. Es ist am sinnvollsten hier weiterhin Schmuckfarben zu verwenden.

Wegen der Ebenen können diese Schmuckfarben auch die Namen haben, die der Grafiker verwendet. So lange die passenden Prozess-Schritt-Metadaten zum Einsatz kommen, können diese in jedem Fall zugeordnet werden.

0 Kommentare

Geben SIe Ihren Kommentar ein

E-Mail senden, wenn jemand auf diesen Kommentar antwortet