Wenn Profile nicht ausreichen: Prozesspläne

Wenn Sie sich das „Profile“-Fenster ansehen, können Sie zwei verschiedene Typen von Einträgen erkennen.

Prozessplan im Profile-Fenster
  1. Die normalen Profile, zu erkennen an den blauen Symbolen.
  2. Prozesspläne, zu erkennen an den gelben Symbolen.

Prozesspläne verhalten sich im Großen und Ganzen wie Profile. Sie können PDF-Dokumente verarbeiten, sie lassen sich im- und exportieren, sie können überall im Profile-Fenster stehen (in jeder Gruppe, nicht notwendiger Weise nur in einer Gruppe namens „Prozesspläne“, wie oben abgebildet).

Aber Prozesspläne sind anders aufgebaut als Profile und sie werden genutzt, um andersartige Aufgaben zu lösen.

Wozu dienen Prozesspläne?

Prozesspläne wurden entwickelt, um zwei verschiedene Aufgabentypen zu lösen:

  • Ein Profil kann Prüfungen und Korrekturen enthalten, doch Sie können nicht die Reihenfolge kontrollieren, in der diese ablaufen. Bei Prüfungen ist dies kein Problem, da Prüfungen das PDF-Dokument nicht ändern und die Reihenfolge damit irrelevant ist. Aber bei Korrekturen kann dies zu einem echten Problem werden. Manchmal müssen Dinge in einer bestimmten Reihenfolge ablaufen.
  • Manchmal müssen Sie umsichtig bei der Ausführung einer Korrektur vorgehen; Sie wollen eine Korrektur nur dann ausführen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Prozesspläne ermöglichen beide der genannten Anforderungen; sie können die Reihenfolge der Verarbeitungsschritte festlegen und sie können eine bedingte Verarbeitung je nach Prüfergebnis oder Profil ausführen.

Anatomie eines Prozessplans

Prozesspläne sind eigentlich recht einfach aufgebaut. Mit pdfToolbox 11 erhalten die Anwender einen visuellen Editor, in dem sich die Schritte übersichtlich anordnen und verbinden lassen. Die Abbildung zeigt den Editor „Prozessplan bearbeiten“:

Das Fenster „Prozessplan bearbeiten“ ist aus den folgenden Bestandteilen aufgebaut:

Bereich ganz oben: Grundsätzliche Angaben zum Prozessplan 

  1. Feld für die Benennung des Prozessplans (erscheint später im Fenster „Profile“)
  2. Schaltfläche zum Hinzufügen einer Variablen in den Namens des Prozessplans
  3. Schaltfläche für das Verriegeln oder Entriegeln des Prozessplans
  4. Aufklappmenü: hier lassen sich Metadaten zum Autor des Prozessplans hinterlegen samt E-Mail, Passwort und BeschreibungDiese Beschreibung wird dann im Fenster „Profile“ angezeigt und hilft, den Zweck des Prozessplans zu kommunizieren.

Horizontale Leiste darunter: Bearbeitung und Ansichtsmodi

  1. Rückgängig / Wiederherstellen / (Verbindung Löschen, in dieser Ansicht nicht zu sehen)
  2. Ansicht verkleinern / Zoom zurücksetzen / Ansicht Vergrößern / Ansicht an Fenster anpassen
  3. Info zu Verbindung ein- oder ausblenden
  4. Automatisch am Raster ausrichten ein- oder ausschalten
  5. Layout automatisch generieren
    Hinweis: Dies ist nicht rückgängig zu machen (nur durch „Abbrechen“, dann gehen jedoch auch alle anderen Änderungen verloren)

Vertikaler Bereich rechts: Liste der Elemente, die in Prozessplänen eingebunden werden können

  1. Prozessplan, Profil, Variable, Prüfung, Aktion, Korrektur, PDF-Kopie erstellen, Quick Check, Datei aufgreifen, PDF umbenennen. „PDF umbenennen“ ist neu in pdfToolbox 11 hinzugekommen.

Hauptfeld in der Mitte: Bereich zum Arrangieren der Sequenzen

  1. Beispiel für einen Sequenzschritt
  2. Beispiel für Verbindungstyp

Horizontaler Bereich unten: Einrichtung des Prozessplans Abschließen

  1. Vor dem Sichern kann man den Prozessplan per Klick auf die Schaltfläche „Test“ in der Praxis überprüfen.
    Mehr zum Testmodus in pdfToolbox ist im Kapitel „Wie man den Testmodus anwendet“ zu finden.
  2. „Abbrechen“ der Bearbeitung
  3. Mit „OK“ wird der Prozessplan gesichert

Wie ist ein Prozessplan aufgebaut?

Prozesspläne haben immer einen Start-Punkt, mindestens einen Sequenzschritt und einen End-Punkt.

Zwischen Start und Ende können Sequenzschritte aus dem Repertoire auf der rechten Seite platziert werden. Es sind Sequenzschritte in folgenden Kategorien möglich: 

  • Prozessplan
  • Profil
  • Variable
  • Prüfung
  • Aktion
  • Korrektur
  • PDF-Kopie erstellen
  • Quick Check
  • Datei aufgreifen
  • PDF umbenennen

Sequenzschritt einrichten

Klickt man auf einen platzierten Sequenzschritt, so wird auf der rechten Seite ein Aufklappmenü eingeblendet, in dem sich alle in pdfToolbox verfügbaren Profile / Prüfungen / Korrekturen / etc… – jeweils passend zur Art des Sequenzschrittes – auswählen lassen.

Prozessplan - Sequenzschritt einrichten
  1. Über das Kontrollfeld Schritt aktivieren kann ein Sequenzschritt aktiviert oder deaktiviert werden.
    Ein Deaktivieren ist in Fällen sinnvoll, wenn ein Schritt übersprungen werden soll.
  2. Über das kleine orange-farbenen Dreieck lassen Variablen für das Aktivieren des Sequenzschritts einbinden.

Sequenzschritte verbinden

Prozessplan - Sequenzschritte verbinden

Sequenzschritte haben vier Knotenpunkte, über die sich einzelne Schritte miteinander verbinden lassen. Dafür klickt man die Fläche des Ausgangsschritts an und führt die eingeblendete Verbindungslinie zum gewünschten nachfolgenden Schritt.

Verbindungstyp

Prozessplan - Verbindungstypen

Klickt man eine Verbindungslinie an, so kann man über auf der rechten Seite eingeblendete Ankreuzfelder einstellen, unter welcher Voraussetzung ein nachfolgender und verbundener Schritt angesteuert soll (es werden nicht unbedingt alle hier genannten Verbindungstypen zu sehen sein, da diese kontextabhängig sind): 

  • Bei Erfolg
  • Bei Fehler 
  • Bei Warnung
  • Bei Info
  • Wenn deaktiviert

Zudem kann man in der Nachverarbeitung folgendes durchführen lassen: 

  • Einen Report erstellen, wobei sich der Report-Typ einstellen lässt
  • Ein Certified PDF erstellen

Diese beiden Optionen stehen nur bei bestimmten Sequenz-Arten zur Verfügung.

2 Kommentare

Albrecht Ullmann

Betr. Prozessplänen in Callas CLI Unix:
Für die Weiterverarbeitung vom Report XML Ergebnissen aus Prozessplänen mit mehreren Prüfungen und Refinements auf dem Server mit Nachfolgeprogrammierungen wäre es hilfreich, diese am Ende optional zusammengefasst in einer einzelnen XML-Report Datei erhalten zu können (statt in einer separaten pro Prüfung oder Refinement).
D.h. so etwas wie --combine_xml_reports.
Hat jemand dafür bereits eine Lösung bzw. einen Workaround?
Ansonsten bitte die Zukunft als Feature-Request aufnehmen.

Editor callas software

Hallo Herr Ullmann,
das Mergen von XML würde erhebliche Änderungen am Schema notwendig machen. Da sämtliche Informationen aus den XML Reports auch im pdfToolbox JavaScript Objekt vorhanden sind und von dort in das app.vars Objekt extrahiert werden können ergibt sich hier ein sehr viel flexiblerer Weg Daten genau nach den konkreten Anorderungen zusammen zu fassen. Um diese nun extern verwenden zu können, haben wir den Dump Vars Report entwickelt (https://hilfe.callassoftware.com/m/59504/l/1086577-report-aus-dump-variablen-unter-der-verwendung-von-json-10-0). Das Format ist dann eben JSON statt XML aber wir vermeiden den Spagat zwischen fehlenden Infornationen und zu großen Reortdateien.

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