Quick Check – Einführung

Der mit pdfToolbox 10 eingeführte Quick Check ermöglicht es, sehr schnell bestimmte Informationen aus einem PDF-Dokument abzurufen.

Für eine gründliche und umfassende Analyse einer PDF-Datei bleibt das Preflight-Profil der Weg der Wahl. Wo jedoch grundlegende – und nicht so grundlegende – Informationen von Interesse sind, bietet Quick Check einen enorm schnellen und einfachen Mechanismus, um solche Informationen abzufragen. Quick Check ist hochkonfigurierbar und erlaubt damit genau die Bereitstellung von Informationen, die tatsächlich gebraucht werden.

Typische Anwendungsbeispiele für die Quick-Check-Informationsabfrage sind:

  • Anzahl der Seiten
  • Seitengrößen
  • Verwendete Farbräume (ob etwa RGB genutzt wird)
  • Verwendete Schmuckfarben
  • Verwendete Schriften
  • Verwendete PDF-Ebenen
  • Information, ob das PDF angibt, mit einem der folgenden Standards konform zu sein:
    PDF/X, PDF/A, PDF/UA, PDF/VT oder PDF/E
  • Output Intents
  • Informationen zu Lesezeichen
  • Informationen zu eingebetteten Dateien

Interne Tests bei callas software haben gezeigt, dass es in der Regel etwa 5 Sekunden dauert, um die kompletten Informationen zu den Seitengrößen aller 40.000 Seiten eines PDF-Dokuments zurückzugeben.

Einige Aspekte werden derzeit nicht durch  Quick Check abgedeckt, wie zum Beispiel

  • Nutzung von Transparenz (opacity, blend mode, soft masks, usw.)
  • Bildauflösung (oder andere Informationen über Bilder)
  • XMP Metadaten
  • Informationen über Formularfelder
  • Informationen über Formularfelder Kommentare oder andere Annotationen

Einige dieser Apekte werden möglicherweise nach und nach ergänzt, je nach Anforderungen unserer Kunden. Falls Ihnen einer der vorgenannten Aspekte – oder auch irgendein anderer Aspekt – in Quick Check fehlt, nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion am Ende dieses Artikels und beschreiben Sie, was aus Ihrer Sicht in einer künftigen Version noch unterstützt werden sollte.

Quick Check verwenden

Quick Check ist auf zwei Wegen einsetzbar:

  • Als Schritt in einem Prozessplan:
    Damit wird es möglich, zuerst schnell einige Kerndaten für ein zu verarbeitendes PDF zu erhalten und dann diese Daten dafür zu nutzen, um – über JavaScript oder Prozessplan-Schritte mit JavaScripts – Entscheidungen zu treffen, wie das PDF-Dokument verarbeitet werden soll. So kann man sich beispielsweise eine „Nach CMYK“-Korrektur sparen, wenn keine Daten ohne CMYK vorhanden sind.
  • Als Aufruf in der Kommandozeile (erfordert die Server- oder CLI-Version von pdfToolbox):
    Im speziellen Quick Check-Ausführungsmodus wird nur ein kleiner Teil der ausführbaren Kommandozeilen geladen, um die Ladezeit und die Ressourcenverwendung zu minimeren. Die abgerufenen Kerndaten können vom pdfToolbox-System genutzt werden, um etwa sofortige Informationen über eintreffende PDF-Dateien zu liefern oder über nachfolgende Prozesse zu entscheiden.

Quick Check konfigurieren

Quick Check wird über eine Liste mit Filterausdrücken via White- oder Black-Lists von Gruppen oder Untergruppen verfügbarer Daten konfiguriert. Für einen Quick Check-Schritt in einem Prozessplan müssen die Filterausdrücke als Array über eine JavaScript-Variable bereitgestellt werden. In der Kommandozeile wird eine Konfigurationsdatei mit einfachem Text – mit einem Filterausdruck pro Zeile – verwendet.

Quick Check Output

Für einen Quick Check-Schritt in einem Prozessplan wird das Ergebnis eines laufenden Quick Checks zum app.vars-Datenobjekt hinzugefügt (dabei handelt es sich um eine Datenstruktur einer JavaScript-Variablen, die über die Ausführung des Prozessplans angereichert und aktualisiert wird). Nachfolgende Prozessplan-Schritte können Daten über das app.vars-Datenobjekt abrufen und diese für die Verarbeitung nutzen.

Für die Quick Check-Ausführung in der Kommandozeile wird der Output in Form einer JSON-Datei erstellt.

Der Inhalt dieser JSON-Datei ist vollständig gleichwertig zum zur Datensubstruktur hinzugefügten app.vars-Objekt, wenn ein Quick Check in einem Prozessplan genutzt wird.

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