Silhouetten: Ein Überblick

Silhouetten bieten einen neuen Weg, um bereits vorliegende Inhalte oder Seiteninformationen zu nutzen. Dabei werden neue Inhalte abgeleitet oder bestehender Inhalt auf eine Seite beschnitten.

Dies hilft in einigen Situationen, zum Beispiel, wenn:

  • ein weißer Hintergrund hinter dem Seiteninhalt gedruckt werden soll, jedoch nicht in Bereichen, wo es keine druckbaren Elemente gibt
  • eine passgenaue Lackform nur für bestimmte Objekte hinzugefügt werden soll
  • eine Stanzkontur auf Basis des Seiteninhalts bzw. der Seitengeometrie erstellt werden soll
  • Seiteninhalte beschnitten werden sollen, etwa für unregelmäßige Silhouetten, die möglichst platzsparend auf der Ausschießform arrangiert werden sollen. Das gilt unter anderem für Ausschießvorgaben, die auf dem Begrenzungsrechteck von Etiketten basieren
  • Versionen von komplexen Produktionsdaten erstellt werden, die störenden, technischen Inhalt entfernen oder abmaskieren, um einen freien Blick auf den hauptsächlichen Seiteninhalt zu ermöglichen, wie etwa bei Etiketten, die dann so gezeigt werden, wie sie nach dem Druck erscheinen

Um diese und viele weitere Aufgaben zu ermöglichen, sind die „Silhouetten“-Funktionen zweistufig

die tatsächlichen Silhouetten müssen definiert werden; bei diesem Schritt werden „Silhouetten“ lediglich als abstrakte Definitionen bestimmter Bereiche auf der Seite berücksichtigt (es kann sich auch um eine einzelne Silhouette und einen einzigen Seitenbereich handeln)

danach wird eine Aktion definiert, die für die Ausführung die definierte Silhouette (bzw. die definierten Silhouetten) nutzt; eine Silhouette lässt sich zum Beispiel füllen, mit einer Kontur versehen oder als Ausschnittmaske verwenden

Beide Schritte umfassen zahlreiche Parameter, die genau bestimmen, wie Silhouetten erstellt und auf welche Art die Aktionen durchgeführt werden. Die Details werden im Folgenden vorgestellt.

Silhouetten gestalten

In vielen Fällen dürfte die Anwendung von Silhouetten klar sein. Wenn etwa basierend auf der TrimBox eine Stanze erstellt wird, die optional abgerundete Ecken haben soll, kann der Anwender einfach eine Silhouette auf Basis der TrimBox der Seite definieren, dann den Radius für abgerundete Ecken auf 3mm setzen und anschließend bestimmen, dass die Aktion auf die Silhouette als Schmuckfarbenkontur mit dem Schmuckfarbennamen „Stanze“ angewandt werden soll.

In anderen Fällen können komplexere Anforderungen vorliegen. Das gilt zum Beispiel dann, wenn eine Silhouette erstellt werden soll, die nur teilweise auf der Seite zum Zuge kommt, etwa überall, wo druckbare Elemente vorliegen, jedoch nicht im Barcode-Bereich, der für die Lackform ausgenommen werden sollte (Barcodes mit Lackoberfläche sind schwer zu scannen). Während sich dies relativ einfach mit der Silhouetten-Funktion umsetzen lässt, kann es gerade zu Beginn schnell unübersichtlich werden, da Silhouetten auf eine recht abstrakte Weise definiert werden.

In allen Fällen in denen Silhouetten auf nicht triviale Art definiert werden, ist es sehr empfehlenswert, sich einfach eine Skizze mit Stift und Papier zu machen, welche die Ausgangslage (Seiteninhalt; Seitengeometrie) und das gewünschte Ergebnis abbildet sowie ein Weg wie dieses mit den vorliegenden Informationen erreicht werden kann. Bitte beachten Sie, dass es Fälle geben kann, in denen zwei oder mehr Schritte notwendig werden. Dafür lassen sich die Prozess-Pläne nutzen, mit denen eine Sequenz in mehreren „Silhouetten“-Schritten ablaufen kann.

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